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Eröffnungs- & Netzwerkevent

Round-Up

Zu der Eröffnungs- und Netzwerkveranstaltung am 22. und 23.02.2019 waren zahlreiche Gäste von Nah und Fern gekommen, um sich einen ersten Eindruck vom frisch gebackenem Forschungs- und Kooperationsraum C20 zu machen. Die bunte Mischung an Menschen, Projekten und Expertisen war uns eine ganz besondere Freude und hat Lust gemacht auf mehr.

Nach einer Begehung des Geländes der ALTEN MU begann der Abend im Raum C20 mit einer Einführung von Florian Michaelis und Friederike Kopp zur Arbeitsweise des Planungsbüros für Urbane Transformation GmbH und den aktuellen Plänen zur Entwicklung der ALTEN MU. Anschließend präsentierten beide das Konzept vom Forschungs- und Kooperationsraum C20 als Institut für transformative Utopien und Reallabor transdisziplinärer Forschung und Entwicklung. Das in den Startlöchern stehende Reallabor will künftig Raum geben für Ideen und Visionen von Studierenden, Forschenden und Andersmachenden, und diese mit der Entwicklung der ALTEN MU koppeln.

Irgendwo fängt Zukunft an. Nach einem kleinen Aperitif gab uns Pepe Lange Gelegenheit in die Vergangenheit des C20-Raums zu reisen und ließ uns an seinen Erinnerungen teilhaben. Als Keimzelle von MUTABOR hat der Raum, in dem künftig transdisziplinäre Forschung stattfinden wird, bereits eine erfolgversprechende Historie kreativer Arbeit. Und wir erinnern uns an Pepes Vergleich vom Potenzial der ALTEN MU als ‘rosa Elefant’. Sehr gut!

Welches Potenzial bzw. welche Möglichkeiten C20 für Nutzende bieten kann, verdeutlichten Mattea, Hanna und Marius anhand der Themen ihrer Abschlussarbeiten. Die ersten C20-Fellows zeigten, mit forschenden Aktivismus und unterschiedlichen Herangehensweisen, das Spektrum an Möglichkeiten für Studierende, sich im Rahmen des C20s der eigenen Forschung zu widmen und am Beispiel der ALTEN MU praxisnahe und relevante Abschlussarbeiten zu konzipieren. Mehr davon!


Angekommen in der Gegenwart gewahr uns Helga Kühnhenrich Einblicke in die Forschungsinitiative ZukunftBau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Eindrücklich wurden Forschungsperspektiven dargestellt, die vor allem im Bereich des gemeinschaftlichen Wohnens und der nachhaltigen Architektur für die ALTE MU Relevanz haben dürften. Eine Antragsforschung gemeinsam mit Kooperationspartnern auf den Weg zu bringen ist ein Ideal für C20.

Von der Forschung zum Aktionismus zurück: Marcis und Kaspars von FreeRiga präsentierten, wie sie in Riga leerstehende Gebäude durch kreative Zwischennutzungsformate zugänglich machen und damit ein Kreativquartier ganz eigener Art auf die Beine stellen. Im Sommer wird in Riga ein Gathering stattfinden names STUN, zu dem auch das Planungsbüro für Urbane Transformation einen Beitrag leisten wird.

Ein etwas anderen Zugang zu Freiflächenpotenzialen und noch vielem mehr stellten Chiara und Anke mit dem Projekt CityScan vor. Das Team befasst sich mit offenen Daten von Stadtverwaltungen und den Visualisierungsmöglichkeiten, die darin verborgen liegen. Dabei geht es nicht nur um ansehnliche Karten, sondern gleichwohl auch um niederschwellige Zugänge zu Daten und das Potenzial ihrer Nutzbarmachung für die Stadtentwicklung.

Mit Sören und Di hatten wir Gäste zu Besuch, über die wir uns sehr gefreut haben. Sören und Di leben und arbeiten in Christiania (Kopenhagen, DK). Er als Architekt (House Arkitekter) und sie als Mediatorin / Konfliktmanagerin, und beide konnten berichten, welche Hürden ein subversives Projekt nehmen muss, wenn es über lange Zeit besteht wie Christiania. In Erinnerung blieben uns vor allem die VolksAktie zur Entwicklung und Kauf der Fläche auf der Christiania noch heute existiert, und das Bild der Organisation als Regenschirm, der von vielen Vertrauenspersonen gehalten werden muss, damit die Lage stabil bleibt.


Es war viel Input für einen ersten Kennenlernabend, der dann noch seinen Abschluss in einer freien Performance fand. Dirk Mirow, Kanzler der Muthesius Kunsthochschule, rundete mit einer spontanen und witzigen, aber nicht minder wichtigen Intervention zu Fridays For Future den Abend ab. Am Besten gefiel uns seine Trump-Imitation mittels rudimentären Besen - perfekt! Und die Message bleibt: Zukunftsfähigkeit ist etwas, das uns alle angeht und durch uns heute gestaltet werden will.

Wir freuen uns drauf, und ganz besonders auf die nun anlaufende Pionierphase von C20. Für weitere Fragen und Anregungen, oder Kooperationsinteressen nehmt gern Kontakt mit uns auf.

Eröffnungs- und Netzwerkevent

21. & 22. Februar 2019

Wir suchen Multiplikator*innen für das Reallabor in der ALTEN MU, Kooperationsmöglichkeiten für Austausch und Finanzierung eines (gemeinsamen) Residency-Programms.
Deshalb veranstalten wir das zweitägige Event mit ausreichend Zeit zum Kennenlernen, Austausch und kreativem Arbeiten. 

Wir bitten um Anmeldung per Mail bis zum 14. Februar 2019 per Mail an:  mail[at]c-20.de 


Programm

Donnerstag 21. Februar 2019

17:00 Uhr

  • Begrüßung / Rundgang über das Gelände der ALTEN MU mit Einblick in diverse Projekte
  • kurze Präsentation / MUTUR99 – wie alles begann und was für die Zukunft geplant wird

19:00 Uhr

  • Input von Helga Kühnhenrich (Bundesinstitut für Stadt- und Raumforschung; Forschungsinitiative Zukunft Bau)
  • Institut C20 Konzept, erste Beispiele aus der Praxis von Studierenden und ihren Herangehensweisen
  • networking dinner und offene Diskussion für künftige Projekte

Freitag 22. Februar 2019

10:00 Uhr 

  • Kreativfrühstück mit Aktiven der ALTEN MU
    Das Frühstück ist zugleich ein kreativer Workshop. Das Motto: Wir die Brötchen, ihr den Belag! Im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne. Gemeinsam wird an einem Thema zur Entwicklung der ALTEN MU im Sinne einer urbanen Transformation gearbeitet.

12:00 Uhr

  • gemeinsame Abschlussrunde und Verabschiedung

Info

Wir bieten Reisekostenerstattung und Übernachtungskosten für bis zu 200,- Euro pro Person für insgesamt zehn Personen an. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn wir Ihre Reise zu uns unterstützen können.

Die Veranstaltung wird unterstützt aus Mitteln der Landeshauptstadt Kiel.